Birdrace 2020 – 3 Landkreise, 5 Personen, 24 Stunden, 95 Arten

3 Landkreise, 5 Personen, 24 Stunden, 95 Arten

So würde sich der 02. Mai 2020 für das Team des GEO-Tag der Natur in Zahlen beschreiben lassen – die Teilnahme am Birdrace.
Das Birdrace wird jedes Jahr vom Dachverband Deutscher Avifaunisten organisiert. Normalerweise ziehen Teams bis zu 5 Personen gemeinsam los, um innerhalb von 24 Stunden so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören, die Arten zu notieren und zu melden. Wer die meisten Arten schriftlich gesammelt hat, gewinnt.

Dieses Jahr war aufgrund der Corona-Pandemie einiges anders. Es durften keine realen Teams gebildet werden, dafür Landkreis-Teams. Jeder zählt im eigenen Landkreis und die Arten der Teammitglieder werden am Ende zusammengezählt.

Das Team des GEO-Tag der Natur zählte im Landkreis Barnim, Kiel und Herzogtum Lauenburg.

Los ging es um 05:00 Uhr in der Frühe um alle Singvögel, die morgens besonders laut und schön singen, zu erkennen und auf die Artenliste zu setzen. Dabei wurden schon erste Highlights wie der Trauerschnäpper entdeckt. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß ging es für die drei Teams umweltfreundlich von Birding-Station zu Birding-Station, immer darauf bedacht an den unterschiedlichsten Lebensräumen vorbeizukommen. Denn Schilfgürtel am See, trockene Wiesen, dichte Wälder, Kulturlandschaften oder grünes Gestrüpp, überall finden sich andere Vogelarten.

Nachdem die ersten starken Regengüsse, vom mehr oder weniger Trockenen mit einer Portion Pommes (dabei wurde auch der Jagdfasan gesehen), überstanden waren ging es weiter. Wo eigentlich der Seeadler erwartet wurde, saß der Austernfischer. Wunderschöne Trauerseeschwalbe und Lachmöwen kreischten fliegend im Kreis vor grauem Himmel.

Abwechslungsreiches Wetter bis zum Ende des Tages störte nicht, denn Vögel sind robust und lassen sich von ein paar Regentropfen wenig beeindrucken. Das Birdrace-Team des GEO-Tag der Natur auch nicht. Nach 11,5 Stunden konnten neben vielen anderen drei weitere Highlights gezählt werden: Waldlaubsänger, Rohrdommel und Haubenmeise. Insgesamt waren es Ende des Tages ganze 92 Arten!

Nächstes Jahr sind wir wieder dabei, als reales Team, dass die 100 knackt!