Neue Spinnen, Käfer und Wespen: Bilanz zum GEO-Tag der Natur 2018

Wenn Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausschwärmen, um die Artenvielfalt Hamburgs und der Metropolregion zu entdecken und zu untersuchen,

 

dann ist GEO-Tag der Natur.

 

Auch 2018 haben das Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg sowie seine Partner 35 Exkursionen zur Erfassung der Flora und Fauna in der Metropolregion Hamburg durchgeführt. Nun liegt das Ergebnis vor – mit unerwarteten Nachweisen.

 

Insgesamt konnte bei den Exkursionen im Rahmen des GEO-Tag der Natur ein Vorkommen von 1.814 Tier- und Pflanzenarten dokumentiert werden, 3.530 Nachweise wurden gesammelt. „Wir konnten dabei auch mehrere Arten erstmalig für das norddeutsche Tiefland oder bestimmte norddeutsche Bundesländer nachweisen“, berichtet Dr. Martin Kubiak, Insektenforscher am CeNak.

 

So wurde auf dem Erdwall Altenwerder im Bereich des Hamburger Hafens erstmalig die Spinnenart Agyneta mollis für das nordwestdeutsche Tiefland belegt. Die bisher nördlichsten Vorkommen dieser zu den Baldachinspinnen gehörenden Art waren bisher aus der Umgebung von Berlin sowie in Niedersachsen aus dem Raum Hannover bekannt.

 

Auch die Käferarten Tychius pusillus und Mordellistena secreta wurden erstmals für das Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg nachgewiesen. Auf der Insel Neßsand konnte der Nachweis der wärmeliebenden Wegwespenart Agenioideus usurarius erbracht werden. Auch für die Trichterspinnen-Wegwespe waren bisher keine Fundorte in Hamburg bekannt.