Bahnhofswald Landshut

In Landshut lud der Naturwissenschaftliche Verein am 23./24. Juni 2017 zum Erkunden des Bahnhofswaldes ein. Er erforschte mit einem Team von Experten die Artenvielfalt des Gebietes und untersuchte den Zusammenhang zwischen Flutmulde und Bahnhofswald. Unterstützt wurde er dabei von der Stadt Landshut, der Umweltstation Landshut und dem Wasserwirtschaftsamt Landshut.

Anlässlich des GEO-Tages der Natur wurde ein Stück echter Wildnis inmitten der Stadt unter die Lupe genommen. Es liegt unweit des Landshuter Hauptbahnhofs auf einem ehemaligen Bahnbetriebsgelände. Über 800 Arten wurden gefunden, darunter auch einige Neufunde und Arten der Roten Liste 1 und 2.

Die Vielfalt aus über 50 heimischen Gehölzen verdankt der Wald der natürlichen Verjüngung. Darunter sind sehr alte Schwarzpappeln, Lavendelweiden, Moorbirken und Flatterulmen ebenso wie Stieleichen verschiedenen Alters. Der Bahnhofswald liegt als verbindendes Element zwischen der nassen Flutmulde als drittem „Isar-Arm“ bei Hochwasser und dem trockenen Gelände der Bahnlinien. Unter den Arten des Bahnhofswaldes finden sich daher sogar Alpenschwemmlinge, ebenso wie wärmeliebende Arten, die sich aktuell in Deutschland ausbreiten.

Genauere Informationen zum Gebiet gibt es beim Naturwissenschaftlichen Verein Landshut e.V.