Programm 2018

20 Jahre Natur vor der Haustür

Zwölf Quadtratkilometer Landschaft, 102 naturkundige Experten aus ganz Deutschland und ein Plan: innerhalb von 24 Stunden mindestens 1000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten zu finden.

 

So fing es an, am 5. Juni 1999. Am Ende des ersten „GEO-Tages der Artenvielfalt“ an der Wakenitz bei Lübeck standen 2066 Arten auf der Liste, und ein weiterer Plan wurde gefasst: diese Aktion von nun an zur ständigen Einrichtung zu machen. Jedes Jahr aufs Neue so viele Menschen wie möglich einzuladen, die Natur vor der Haustür zu entdecken; zu zeigen, dass Biodiversität nicht nur im tropischen Regenwald zu erleben ist, sondern auch in der dicht besiedelten, intensiv genutzten Landschaft Mitteleuropas.

 

Zwergfledermaus und Riesenbovist, Hundszunge und Alpenglöckchen, Blauflügelige Prachtlibelle und Dottergelbes Flechtenbärchen: Sowohl die Namen als auch die Geschöpfe, die sie bezeichnen, waren lange nur einer Handvoll Spezialisten geläufig.

 

Das hat sich geändert – dank der vielen Tausend, die in den vergangenen 19 Jahren dem Aufruf zum „GEO-Tag der Natur“, wie er seit 2017 heißt, gefolgt sind. Unter ihnen waren Kirchengemeinden und Kindergartengruppen, Schul-AGs und Naturschutzvereine, Doktoren der Biologie und – die große Mehrheit – ehrenamtliche Vogel-, Pflanzen-, Schnecken-, Spinnen-, Insekten-, Amphibien- und Pilzkundler.

 

Kaum ein Lebensraum, der im Rahmen des GEO-Tages unerforscht geblieben wäre: Feuchtgebiete und Flussläufe zählten dazu, Trockenrasen und Hochgebirgsalmen, der Nationalpark Bayerischer Wald ebenso wie fränkische Truppenübungsplätze und die Industriebrachen des Ruhrgebiets.

Zum 20. Jubiläum des GEO-Tages der Natur soll die Inventur der heimischen Fauna und Flora besonders umfassend ausfallen. Deshalb freuen wir uns, dass am Wochenende des 16. und 17. Juni 2018 wieder viele Naturbegeisterte losziehen werden, um die Natur vor der eigenen Haustür zu erkunden.

 

Einige Veranstaltungen stehen heute schon fest:

 

• In Hamburg lädt GEO gemeinsam mit dem Centrum für Naturkunde (CENAK) und der Loki Schmidt Stiftung bei der Hauptveranstaltung zu 30 öffentlichen Exkursionen rund um Alster und Elbe ein – mit Experten, die zeigen, wie man in städtischen Grünzonen Arten aufspürt und sicher bestimmt.

 

• Auf Norderney bieten Experten verschiedene Exkursionen in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer an.

 

• Die Landesforsten Schleswig-Holstein laden in Wälder ein, zu Bestimmungsübungen, Exkursionen mit Förstern und Familienführungen.

 

• In Thüringen wird gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz Thüringen das Arteninventar von offenen Weidelandschaften erforscht.

 

Machen Sie mit! Wer rund um den 16. und 17. Juni 2018 eine Aktion veranstalten, unterstützen oder in seiner Nähe finden möchte, kann sich hier anmelden oder suchen